Samorost 3

Musik als Kommunikation: Samorost 3

In Samorost 3 begleiten wir ein weiteres Mal den kleinen Weltraumgnom auf seine Reise durch den Kosmos. Mit kleinen, kniffligen Rätseln und liebevollem, surrealem Design hat mich Amanita Design mit ihrem Spiel für knapp fünf Stunden verzaubert.

DDer dritte Teil der Samorost-Spielreihe ist kein direktes Sequel zu den zwei vorangegangenen Teilen, verfolgt jedoch weiterhin die Geschichte des kleinen neugierigen Weltraumgnoms. Nach der Entdeckung einer Zauberflöte und der dazugehörigen Geschichte, machen wir uns auf den Weg ins All um den mysteriösen Ursprung der Flöte zu finden. Auf dem Weg treffen wir kuriose Kreaturen und lösen Rätsel, die es teilweise ganz schön in sich haben.

Nachdem ich dem kleinen Weltraumgnom geholfen habe sein Raumschiff zu bauen, geht es auf die Reise zu den insgesamt neun verschiedenen Planeten. Auf jedem dieser Planeten finden wir eine Vielzahl von Rätseln, die es zu lösen gilt um in der Geschichte voran zu kommen. Ähnlich verschieden wie die Rätsel, sind auch die jeweiligen Bewohner der Planeten. So treffen wir auf singende Echsen, kleine Rußmännchen oder auch kuriose Gärtner. Der Charme des Spiels liegt in der liebevollen Gestaltung der Charaktere und wie wir mit ihnen durch unsere Zauberflöte interagieren.

Mit jedem auf unserer Reise gelösten Rätsel bekommen wir ein wichtiges Item, dass uns im Spielverlauf weiterhilft. Das kann ein Kleber sein, der uns hilft einen zerbrochenen Gegenstand zu reparieren, oder auch ein Objekt das von einem anderen Bewohner gesucht wird. Die einzelnen Rätsel von Samorost sind intelligent miteinander verknüpft und lassen uns so entspannt parallel arbeiten, ohne eine besondere Reihenfolge der Rätsel einhalten zu müssen. Trotz der vielseitigen Gestaltung der Charaktere und Rätsel hat alles in der Welt von Samorost einen gemeinsamen Nenner: Die Musik.

Musik als Form der Kommunikation

Denn Musik und Melodie stehen im Kosmos unseres Weltraumgnoms im Vordergrund. Statt Sound Design und Gameplay einzeln zu unterteilen, wird die Musik selbst mit Hilfe unserer mysteriösen Zauberflöte zur Kommunikation.Unterstützt werden die Gespräche zwischen uns und den Bewohnern einzig und allein durch kleine animierte Bildchen in Sprechblasen, die uns über ihre Probleme und Rätsel informieren.

Die Schwierigkeitsgrade der Rätsel können stark variieren. Soerforderten einige von ihnen, dass ich mir Notizen machte und einen Schritt weiter denken musste, während andere leicht mit angewandter Logik in wenigen Minuten zu lösen waren. Mit der bereits erwähnten parallelen Herangehensweise an die einzelnen Rätsel, schafft es das Studio trotz einiger Denkblockaden, diese nicht in Frustration ausufern zu lassen. Und sollte man tatsächlich einmal feststecken, so bietet das Spiel in seiner Menüleiste Tipps zur Lösung des Rätsels, in Form eines kleinen Minispiels, an.

Fazit

In einer Zeit von Open World Titeln, die uns mit sammelbarem Schrott und Nebenmissionen vollpumpen, ist Samarost 3 von Amanita Design eine wohltuende Abwechslung. Das Spiel braucht keine Gameplay-Mechaniken, keine actionreichen Twists in der Story, nicht einmal eine ausgereifte Kommunikation, um zu überzeugen. Die einzigartige Kombination von Sound, Design und Gameplay, in Verbindung mit den surrealen Wesen die das Spiel besiedeln, entführt Samorost 3 uns auf einen wunderschönen, fünfstündigen Ausflug ins Weltall. Hand in Hand mit dem kleinen Weltraumgnom.

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